Unternehmensnachfolge: 3 Tipps vom Nachfolgeberater

Bis Ende 2025 werden mehr Firmen aufgelöst als in die Hände von Nachfolgern übergeben. Das ist das Ergebnis des aktuellen Nachfolgemonitoring der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Hier die Zahlen im Detail:

Bis 2025 werden

  • 400.000 Unternehmen eine geeignete Nachfolgelösung finden
  • 200.000 Unternehmen ihr Geschäft unfreiwillig aufgeben
  • 250.000 Unternehmen die Stilllegung bewusst planen

Die mit Abstand größte Hürde in der Unternehmensnachfolge ist das Zusammenfinden von Altinhabern und passenden Interessenten (73 %), ob nun innerfamiliär oder extern. Denn die Zahl potenzieller Nachfolgekandidaten ist begrenzt, der demografische Wandel macht sich auch hier bemerkbar:

Immer mehr Suchende stehen einer kleiner werdenden Zahl von Interessenten gegenüber. Die Einigung über den Kaufpreis (38 %), rechtliche Hürden (33 %) und der bürokratische Aufwand sind weitere Stolpersteine, die laut KfW-Studie einer konstruktiven Lösung im Weg stehen.

Mit einem strukturierten Nachfolgeplan, genügend Zeit und den richtigen Nachfolgberatern gelingt der Generationswechsel in Ihrem Unternehmen.

Unternehmensnachfolge rechtzeitig planen! Drei Tipps die Sie unbedingt beachten sollten.

Kein Nachfolger in Sicht

FRÜHZEITIG PLANEN

Beschäftigen Sie sich frühzeitig mit der Nachfolgeregelung. Eine Nachfolgeregelung ist meist ein Prozess von mehreren Jahren, deshalb sollten Sie spätestens zwischen 50 und 55 Jahren damit beginnen. Beschäftigen Sie sich mit folgenden Fragen: Wie wünschen Sie sich die Zukunft Ihres Unternehmens? Wie lange wollen Sie mitarbeiten? Welche Anforderungen soll ein geeigneter Nachfolger erfüllen?

HOLEN SIE SICH UNTERSTÜTZUNG VON EXTERNEN PARTNERN

Vertrauen Sie externen Partnern und deren Expertise, schließlich möchten Sie Ihr Lebenswerk in gute Hände übergeben. Mit Hilfe der Experten gelingt ihnen der „Blick von außen“. Der ist wichtig für konstruktive Change-Prozesse. Darüber hinaus unterstützen Sie die externen Nachfolgeberater bei der Bewertung Ihres Unternehmens, sie beraten in steuerlichen und rechtlichen Angelegenheiten und finden mit Ihnen potenzielle Nachfolgekandidaten.

INFORMIEREN SIE IHRE MITARBEITER RECHTZEITIG

Sobald der Plan für die Unternehmensnachfolge steht und die einzelnen Schritte klar sind, ist es Zeit, die Mitarbeiter zu informieren. Denn sie reagieren in der Regel besonders sensibel auf Veränderungen, schließlich hängen deren Arbeitsplätze vom Gelingen der Nachfolge ab.

Fazit:

Die Unternehmensnachfolge ist eine kritische Phase für inhabergeführte Unternehmen. Daher ist ein eindeutiger Prozess nach definierten Regeln umso wichtiger. Das Ziel ist es, dass alle beteiligen Personen einen Konsens erzielen und ihre Entscheidungen nach objektiv nachvollziehbaren Kriterien treffen. Denn eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge gilt nach wie vor als größte strategische Herausforderung für mittelständische Unternehmen.

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